Wie nachhaltig ist die Getränkedose?

Wie nachhaltig ist die Getränkedose?

Die Getränkedose ist der Recyclingmeister unter den Getränkeverpackungen. Doch in Sachen Nachhaltigkeit hat sie noch weitaus mehr zu bieten. Wir zeigen, wie nachhaltig die Getränkedose von der Herstellung in der Fabrik bis zur Recyclinganlage wirklich ist. Wir klären auf – mit Fakten gegen Vorurteile.

Beginn einer Reise

Die Nachhaltigkeit einer Getränkeverpackung zu bewerten ist kompliziert. Die wissenschaftliche Praxis hat gezeigt, dass letztendlich immer die konkrete Konsumsituation entscheidend ist. Diese Beobachtung gilt sowohl für die Getränkedose als auch für Mehrwegflaschen. Betrachtet man die Reise einer Getränkedose von der Produktion über Transport und Verbrauch bis hin zum Recycling, wird deutlich, dass die diese in Sachen Nachhaltigkeit deutlich aufgeholt hat. In der Herstellung – der ersten Station ihrer Reise – kann sich die Dose jedenfalls sehen lassen. Das ist insbesondere dem Material zu verdanken. Der Rezyklatgehalt von Aluminiumdosen liegt zwischen 47 und 75 Prozent. Heute verbraucht recyceltes Aluminium 95 Prozent weniger Energie als Aluminium in der Primärherstellung. Der Anteil erneuerbarer Energien in der Aluminiumproduktion wächst und lag 2015 europaweit bei stolzen 70 Prozent.

Federleichter Transport der Getränkedose

Nach der Herstellung kann die Dose nicht nur optisch glänzen, sondern auch beim Transport. Die leichteste Getränkedose Europas wiegt nur 9,2 Gramm und kann trotzdem ganze 0,33 Liter eines Getränks fassen. Das Verhältnis von nur 3 Prozent Verpackung zu 97 Prozent Produkt ist besser als bei jeder anderen Verpackung. Ein Pluspunkt für die Dose. Zudem kann die Metalldose material- und platzsparend dicht an dicht gelagert und transportiert werden. In einen 40-Tonnen-LKW passen 22.464 Liter Bier in Dosen, aber nur 11.600 Bier in Mehrwegflaschen. Anders als viele Mehrwegflaschen muss eine Getränkedose nach dem Verbrauch nicht zur Reinigung zurück zum Abfüller. Der Weg führt diese nur zum nächstgelegenen regionalen Recycler – das spart Transportwege und somit klimaschädliches CO₂.

Geschlossener Kreislauf

Stabil und sicher schützt die Getränkedose ihren Inhalt vor Zerfall durch Licht und Sauerstoff – und ist damit auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Verschwendung von Lebensmitteln nachhaltig. Bei Verbrauchern erlebt die Dose daher ein Comeback. „In Sachen Nachhaltigkeit hat sich das Profil der Getränkedose seit Einführung des Einwegpfands weiter signifikant verbessert“, so Stephan Rösgen, Geschäftsführer des Forums Getränkedose. Denn nach dem Verzehr wird die Aluminiumdose in Deutschland in 99,1% der Fälle recycelt. Sie ist daher der unangefochtene Recyclingmeister unter den Getränkeverpackungen in Deutschland. In gepressten Ballen wird die Dose effizient zurück zur Recyclinganlage transportiert. Doch die Reise der Getränkedose ist hier nicht zu Ende: Als permanent material kann sie nahezu unendlich oft recycelt werden. Der Kreislauf beginnt von Neuem.

Unwissen über die Getränkedose ist groß

Unwissen über die Getränkedose ist groß

In Sachen Umweltfreundlichkeit verschiedener Getränkeverpackungen ist das Wissen bei vielen Verbrauchern in Deutschland gering. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Civey Meinungsforschungsumfrage unter 5.000 Befragten, beauftragt vom Gesamtverband der Aluminiumindustrie e. V. (GDA.). Danach kauft zwar die Hälfte aller Deutschen beispielsweise wieder Getränke in Dosen, das Wissen über die Getränkedose ist jedoch gering und die Verbraucher haben zahlreiche Vorurteile.

So glauben lediglich 42,4 Prozent der Verbraucher, dass Getränkedosen vollständig recycelbar sind. 7,3 Prozent der Befragten waren sogar überzeugt, dass Getränkedosen aus Aluminium oder Weißblech überhaupt nicht recycelt werden können.

Getränkedose ist vollständig recycelbar

Tatsächlich ist die Dose – im Gegensatz zu anderen Getränkeverpackungen – nahezu vollständig recycelbar und wieder und wieder ohne Qualitätsverlust einsetzbar – zum Beispiel für neue Getränkedosen oder als Bauteil eines Elektroautos. Seine wichtigste Eigenschaft, die exzellente Recycelbarkeit, ermöglicht einen geschlossenen Werkstoffkreislauf und macht Aluminium in Zeiten von zunehmender Entsorgungsproblematik von Verpackungsmüll zu einem idealen Werkstoff für eine Kreislaufwirtschaft. In Deutschland werden inzwischen 99 Prozent aller Getränkedosen recycelt. Die Rücklaufquote durch das Pfand ist so hoch wie in keinem anderen Land der Welt.

Image der Dose ist durch Vorurteile geprägt

„Die Umfrage zeigt eindrücklich, dass das Image der Getränkedose auf Unwissenheit und Vorurteilen beruht. Mit der Recyclingquote von 99 Prozent ist Deutschland Spitzenreiter in der Welt“, so Jörg Schäfer, Leiter Nachhaltigkeit beim GDA. Zudem habe sich die Dose und die Aluminiumindustrie insgesamt in allen Bereichen deutlich verbessert – Material, Wasser und Energieeinsatz. Bei Anwendung der passenden Recyclingtechnologie sind bereits heute hohe Recyclinganteile für die Herstellung der Aluminium-Getränkedosen möglich. „Die europäische Aluminium-Branche hat z. B. seit 1990 bei der primären Herstellung ihren gesamten direkten CO2-Außstoß auf 55 Prozent pro Tonne verringert.“

Verpackung ausschlaggebend für die Beurteilung der Umweltfreundlichkeit

Eine vom GDA in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass die Verpackung bei den Verbrauchern die größte Rolle spielt, wenn es um die Beurteilung der Umweltfreundlichkeit eines Getränkes geht (51,4 Prozent). Transport und Inhalt waren hinsichtlich der Bewertung, ob ein Getränk umweltfreundlich ist, für die Befragten deutlich weniger wichtig. Auch das ist ein großer Irrtum. Der ökologische Fußabdruck einer Verpackung ist nach Daten des Deutschen Verpackungsinstituts im Durchschnitt zehn Mal geringer als der des verpackten Produkts. Verdirbt die Ware oder nimmt Schaden, weil an der Verpackung gespart wird, ist der ökologische Schaden höher.

Auswirkungen einer 70-prozentigen Mehrwegquote

Auswirkungen einer 70-prozentigen Mehrwegquote

  • Forderung der DUH nach einer Mehrweg-Quote von 70 % führt zu 880.000 LKW-Touren/Jahr mehr
  • Behauptungen über Getränkedosen veraltet

Berlin, 12. Juni 2020. Die Forderungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nach einer Erhöhung der Mehrwegquote auf 70 Prozent würde das Verkehrsaufkommen in Deutschland laut einer aktuellen Studie drastisch erhöhen, aber das hätte entsprechende Folgen für den verkehrsbedingten CO2-Ausstoß.

Darauf weist das Forum Getränkedose, der Verband der Getränkedosenhersteller in Deutschland, unter Verweis auf die aktuelle Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) hin.[1]

Grund ist die starke Zunahme von individuellen Mehrwegflaschen in den vergangenen Jahren, obwohl diese oft über weite Strecken zurück transportiert werden müssen.

Zudem widerspricht das Forum Getränkedose den Darstellungen der Deutschen Umwelthilfe. Dort heißt es, Mehrweg sei im Gegensatz zu Dosen per se umweltfreundlich.

Mehrwegquote schlecht für die Umwelt

„Längst nicht jede Mehrwegflasche ist im ökologischen Sinne eine gute Flasche. Gerade für Individualflaschen gilt, dass diese – auch im Vergleich zur Getränkedose – ökologisch nicht so gut abschneiden“, so Stephan Rösgen, Geschäftsführer des Forums Getränkedose. „Die DUH argumentiert leider immer noch mit uralten Daten und lässt bisher jede Unterstützung für eine neue, neutrale Ökobilanz aller Getränkeverpackungen vermissen“, resümiert Rösgen weiter.

Laut GVM-Studie vom Herbst 2019 würde eine Anhebung der Mehrwegquote auf 70 Prozent zu einem zusätzlichen Verkehrsaufkommen von 882.000 LKW-Touren im Jahr mit einer zusätzlichen Belastung von 218 Millionen Kilometern führen. Dadurch erhöhe man den CO2-Ausstoß um 400.000 Tonnen CO2 jährlich. Trotzdem ist inzwischen fast jede zweite Mehrwegflasche (aktuell 43 Prozent) eine Individualflasche.

Die Umweltbilanz der Getränkedose hat sich dagegen in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Denn seitdem das Dosenpfand eingeführt wurde, werden Getränkedosen in Deutschland zu 99,1 Prozent recycelt. Zudem ist die Wandstärke inzwischen dünner als die eines menschlichen Haares und als Verpackung ist die Dose eine echte „Spar-Dose“: Von 100 Prozent Gesamtgewicht sind nur 3 Prozent Verpackung und 97 Prozent Produkt. Denn das ist insbesondere unter Nachhaltigkeitsaspekten wichtig.

[1] Quellen:
GVM-Studie 2019 „Auswirkungen auf den deutschen Markt für Getränkeverpackungen bei einem Anteil von 70 Prozent in Mehrwegverpackungen abgefüllten Getränken“.
GVM-Studie 2019 „Marktanalyse Individual-Mehrwegflaschen“

Über das Forum Getränkedose:

Die Getränkedose gehört zu Europa. In den starken Märkten hat sie eine starke Stimme – in Deutschland durch das Forum Getränkedose, stellvertretend für die Verpackungshersteller Ardagh Group, Ball Beverage Packaging Europe und Crown Holdings. Die Zielsetzung des Forum Getränkedose ist daher die Aufklärung, Förderung und die kommunikative Unterstützung der Getränkedose in Deutschland. www.forum-getraenkedose.de

Über Metal Packaging Europe:

Metal Packaging Europe (MPE) vereint Hersteller von starren Metallverpackungen, Zulieferer und nationale Verbände unter einem Dach und lässt die europäische Metallverpackungsindustrie mit einer Stimme sprechen. Metal Packaging Europe ist im Frühjahr 2017 aus Beverage Can Makers Europe (BCME) und European Metal Packaging (Empac) hervorgegangen.

Kontakt:
Forum Getränkedose GbR
Herr Stephan Rösgen
Süntelstr. 70
31848 Bad Münder

Pressebürokontakt:
Köttker Kommunikation
Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40
10117 Berlin
Telefon: 030 – 80494222
Mail: presse@forum-getraenkedose.de
Website: www.recyclingmeister.de

Getränkedose knackt fast die 4-Milliarden-Marke

Getränkedose knackt fast die 4-Milliarden-Marke

Besonders im Sommer greifen die Deutschen gern zur Dose: 2019 stieg der Absatz um 10 Prozent auf fast vier Milliarden Stück – der höchste Stand seit 17 Jahren

Berlin, 27. Mai 2020 – Sie ist leicht, der Recyclingmeister unter den Getränkeverpackung und gerade im Sommer besonders beliebt: Nachdem die Getränkedose mit nur noch 100 Millionen verkauften Stück im Jahr 2005 weitgehend vom Markt verschwunden war, kehrt sie nun immer stärker in die Regale zurück. Über 3,9 Milliarden Dosen wurden 2019 in Deutschland verkauft – das entspricht einem Plus von zehn Prozent gegenüber 2018 und ist der höchste Wert seit 17 Jahren.

Stephan Rösgen, Geschäftsführer des Forum Getränkedose: „Die Getränkedose hat auch unter Umweltaspekten viele Vorteile: Wenig Verpackung, hoher Schutz für lichtempfindliche Lebensmittel, eine gute Transportbilanz und Top-Recyclingquoten.“

So sind von 100 Prozent Gesamtgewicht nur drei Prozent Verpackung und 97 Prozent Produkt. Die Recyclingrate der Getränkedose liegt in Deutschland bei über 99 Prozent und die Wandstärke einer Getränkedose ist inzwischen dünner als die eines menschlichen Haares.

In allen Getränkesegmenten legte die Dose zu – beim Bier gegen den insgesamt rückläufigen Trend.

Die Dose kühlt ihren Inhalt schnell, ist handlich und platzsparend und besonders in den Sommermonaten gefragt. Umsatzstärkster Monat war auch 2019 der Juli. Neben den klassischen Dosendrinks werden zunehmend weinhaltige Getränke in Dosen abgefüllt: Der Umsatz stieg hier 2019 um 22,6 Prozent auf 29,8 Millionen Einheiten.

Stephan Rösgen, Geschäftsführer des Forum Getränkedose: „Die Getränkedose bringt hervorragende Produkteigenschaften mit sich, aber das ist nicht der einzige Grund, warum sie immer beliebter wird. Gerade in puncto Nachhaltigkeit hat die Getränkedose aufgeholt: Mit einer Recyclingquote von 99,1% ist sie in Deutschland der Recyclingmeister unter den Getränkeverpackungen und ihre Transportbilanz ist oft besser als die von Individual-Flaschen im Mehrweg-Bereich.“

Insgesamt setzt sich der Aufwärtstrend der Dose seit der Einführung des einheitlichen Pfandsystems im Jahr 2006 kontinuierlich fort. Dank des Pfandsystems gelangen fast alle Getränkedosen wieder in die Kreislaufwirtschaft, so dass aus einer Aluminiumdose ohne Qualitätsverlust z.B. wieder eine Getränkedose oder ein Fahrzeugteil für ein Elektroauto werden kann – und das nicht nur einmal, sondern immer wieder. Während die Verkaufszahlen steigen, sinken Energie- und Materialverbrauch: Seit 1990 hat die Aluminium-Branche ihren gesamten direkten CO2-Ausstoß bei der primären Herstellung auf 55 Prozent pro Tonne verringert.

Noch mehr Wissenswertes über die Getränkedose und warum Mehrweg oft tatsächlich mehr Weg heißt, erfahren sie auf www.recyclingmeister.de und auf Twitter https://twitter.com/MPE_Germany.

Über das Forum Getränkedose:

Die Getränkedose gehört zu Europa. In den starken Märkten hat sie eine starke Stimme – in Deutschland durch das Forum Getränkedose, stellvertretend für die Verpackungshersteller Ardagh Group, Ball Beverage Packaging Europe und Crown Holdings. Die Zielsetzung des Forum Getränkedose ist die Aufklärung, Förderung und die kommunikative Unterstützung der Getränkedose in Deutschland. www.forum-getraenkedose.de

Über Metal Packaging Europe:

Metal Packaging Europe (MPE) vereint Hersteller von starren Metallverpackungen, Zulieferer und nationale Verbände unter einem Dach und lässt die europäische Metallverpackungsindustrie mit einer Stimme sprechen. Metal Packaging Europe ist im Frühjahr 2017 aus Beverage Can Makers Europe (BCME) und European Metal Packaging (Empac) hervorgegangen.

Kontakt:
Köttker Kommunikation
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Mail: presse@forum-getraenkedose.de
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Bier in der Getränkedose immer beliebter

Bier in der Getränkedose immer beliebter

Die Deutschen kaufen wieder deutlich mehr Bier in der Getränkedose. Das berichtet die Lebensmittelzeitung unter Berufung auf eine neue Analyse des Marktforschungsinstituts Nielsen. Obwohl der Bierverkauf im deutschen Handel 2019 um 2,7 Prozent auf 59,6 Millionen Hektoliter zurückging, trotzte die Bierdose diesem Abwärtstrend. Und das mit einem deutlichen Plus: Der Absatzanteil von Bier in der Getränkedose nahm 2019 um rund 8,5 Prozent zu.

Damit erzielten Lebensmittelhandel, Getränkefachmärkte und Tankstellen im vergangenen Jahr laut Nielsen 694 Millionen Euro Umsatz mit Bier in Getränkedosen. Am meisten Dosenbier verkauften die Discounter – dort gingen 42 Prozent aller Biere in Getränkedosen über die Ladentheke. Für die so genannten Discount-Märkte ein gutes Geschäft. Denn dank der hohen Umsätze von Bier in Getränkedosen verkauften sie sogar – gegen den sinkenden Biertrend 0,7 Prozent – mehr Bier. Dabei griffen die Verbraucher vor allem nach Pils und Misch-Getränke in der Getränkedose.  Der Absatz von Bier in PET-Flaschen hingegen fiel um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Entscheidung ob Bier in der Getränkedose, in einer Individualflasche oder einer Mehrweg-Poolflasche hat direkte Auswirkungen auf die Umwelt. Das ist den meisten Konsumenten nicht unmittelbar bewusst. Über die langen Transportwege von Mehrwegflaschen und welche Konsequenzen der Sortieraufwand mit sich bringt, berichten wir in unserem Blog „Warum die Vielfalt der Mehrwegflaschen nicht nachhaltig ist“.

Warum der Konsum von Bier in der Getränkedosen auch unter Umwelt-Aspekten sinnvoll ist, lesen Sie hier.