„Einweg mit Pfand kann unter bestimmten Bedingungen nachhaltiger sein“

Was ist bei der Wahl einer nachhaltigen Getränkeverpackung zu beachten? Die Journalisten Alexander Dallmus und Melitta Varlam vom Bayrischen Rundfunk diskutieren im BR1 Umweltschutz-Podcast „Besser leben. Nachhaltig im Alltag mit dem Umweltkommissar“, wann Einweg mit Pfand ökologisch sinnvoll ist.

Der Beitrag ist in voller Länge unter folgendem Link zu finden:

https://www.br.de/mediathek/podcast/umweltkommissar/wann-plastikflaschen-oekologisch-ok-sind/1826222

Weitere Informationen zu Einweg mit Pfand: https://recyclingmeister.de/einwegmitpfand

„Mit dem Haferdrink aus der Dose vereinbaren wir Nachhaltigkeit und Convenience“

„Mit dem Haferdrink aus der Dose vereinbaren wir Nachhaltigkeit und Convenience“


Mit einem veganen und laktosefreien Haferdrink will der Milchmixhersteller Münsterland J. Lülf GmbH sich neue, umweltbewusste Zielgruppen erschließen. Sein Trendgetränk „I am your oat“ füllt der Hersteller bewusst in Getränkedosen ab. Wir haben mit Marketing- und Vertriebsleiter Andreas Schill über die Gründe gesprochen:

Wie ist man bei Münsterland dazu gekommen, in der Getränkedose abzufüllen?

Unser Unternehmen Münsterland produziert ausschließlich Milchmischgetränke, die in Glas oder Getränkedosen auf den Markt kommen. Bei unseren Produkten und der Verpackung schauen wir stark auf die Nachhaltigkeit in den einzelnen Gebinden – da kommen nur diese beiden in Frage. Und anders als die 250ml Getränkedose, die überall am Pfandautomaten zurückgegeben werden kann, ist die Einführung eines neuen Gebindes aus Einwegglas komplizierter, weil der LEH nur Gebinde annimmt, die man selbst schon führt und Einwegglas ist noch nicht als Pfandgebinde unterwegs.

Hafermilch kennt man üblicherweise aus dem Tetra Pak

Das ist richtig. In Supermärkten finden Sie in diesem Segment überwiegend Tetra Pak, welches keine vergleichbaren Recyclingeigenschaften hat. Wir sind Pionier darin, Haferdrinks in der Getränkedose anzubieten. Wir sind die ersten, die das machen.

Auch das wir den Weg in die Tankstellen gehen. Dort ist Nachhaltigkeit noch nicht so verstärkt angekommen und Haferdrinks spielen nur eine untergeordnete Rolle. Das möchten wir ändern und führen neben dem LEH auch in diesem Segment unser Produkt ein. Als leckeres To-Go-Getränk sind wir gespannt, wie es neben dem LEH auch in diesem Segment angenommen wird.

Veganes Produkt und Getränkedose – passt das zusammen?

Es gab nur positive Resonanz. Wir haben im Vorfeld das Produkt testen lassen und auch in den Gesprächen seit der Einführung zeigt sich: Die Getränkedose wird absolut positiv gesehen. Gleichzeitig sind sich die Kunden der nachhaltigen Eigenschaften des Produkts bewusst. Beides passt also gut zusammen – für unseren veganen Haferdrink ist die Dose perfekt.

Wir haben eine Zielgruppe, die zu 70% aus jungen Damen und zu ca. 30% aus Männern besteht. Viele davon sind umweltbewusste junge Menschen, die wir mit einem nachhaltigen Produkt überzeugen möchten. Das gilt für die Verpackung, wie auch dem Getränk. Das heißt, mit dem Haferdrink aus der Dose vereinbaren wir Nachhaltigkeit und den Convenience-Gedanken. Das zeigt sich an einer leichten, stabilen, recyclingfähigen Verpackung und einem leckeren veganem To-Go-Getränk in den Geschmacksrichtungen Vanille, Kakao und Kaffee.

Welche Rolle spielt das Design der Getränkedose?

Das Design von „I am your oat“ kommt sehr gut an. Sowohl von Einkäufern als auch Kunden hören wir: Die Dose sieht toll aus, sieht klasse aus. In dem Bereich der Getränkedosen gibt es viele Möglichkeiten, mit einem tollen Design zu überzeugen. Schauen sie sich nur mal die Vielfalt der Dosen im Supermarkt an.

Hatten Sie Bedenken in der Getränkedose abzufüllen?

Es heißt immer, es würde durch das Wegwerfen von Dosen so viel Müll produziert werden, aber wenn man durch den Wald geht, dann sieht man alle möglichen Verpackungen, aber kaum eine Getränkedose. Die hohe Recyclingrate und die Anhebung der Pfandquote auf 100 Prozent sprechen für sich.

Wir sind mit der Dose froh – und von daher alles richtig gemacht. Wir werden jetzt schauen, wo die Reise hingeht. Nachhaltige Produkte sind die Zukunft. Auch wenn das Pflänzchen vom Volumen noch klein ist, es wächst, wächst und wächst.

Dose wird Dose! Kaum zu glauben? So geht das:

Dose wird Dose! Kaum zu glauben? So geht das:

Seit 2016 betreibt Speira in Neuss eine reine Recyclinganlage für Dosen. Wie das den CO2-Fußabdruck senkt, erklärt ein Gastbeitrag von Boris Kurth, Leiter Can & Recycling.

In Deutschland wird praktisch jede gebrauchte Aluminium-Getränkedose recycelt, in Europa etwa ¾ aller Dosen, weltweit knapp 70%. Das muss noch mehr werden: Wir wollen, dass jede Dose recycelt wird. Aber was kommt dabei raus?

Bei uns in Speira werden alte Getränkedosen zu Material für neue Dosen. Eine richtig runde Sache. Denn wir sind einer der führenden Aluminiumlieferanten für große (und auch kleinere) Hersteller von Getränkedosen – und wir sind eines der führenden Recyclingunternehmen von Aluminium.

Vom Pfandautomaten ins Walzwerk

Als wir 2016 in Neuss unsere große Anlage zum UBC-Recycling bauten (UBC = used beverage cans, gebrauchte Getränkedosen), da setzten wir extra fortschrittliche Technologie ein, damit unser Prozess nicht nur die in Deutschland über das Pfandsystem gesammelten, sauber getrennten Dosen hocheffizient recyceln kann. Unsere Anlage kann auch sehr stark „verunreinigte“ Anlieferungen verarbeiten – aus Ländern, die Dosen zum Beispiel in offenen Containern am Straßenrand sammeln. Da finden sich Weißblechdosen, viele Plastikverpackungen, Glas, Joghurtdeckel und vieles andere mehr.

Der geschlossene Kreislauf: Ausgangsmaterial

Eng gepresst zu Würfeln, gelangen die gebrauchten Dosen zur Recyclinganlage und werden zerteilt.

Weil wir unser Material meist in gepressten Paketen erhalten, trennen und zerkleinern wir sie mehrstufig. Danach werden die zerkleinerten Schrotte mit Technologien wie Magnet-, Röntgen- und Wirbelstromabscheidern sortiert. Dabei trennen wir auch Aluminium von anderen Metallen und nicht metallischen Verunreinigungen wie Kunststoff, Papier und Pappe. In großen Containern sammeln wir getrennt die unterschiedlichen Wertstoffe, die wir von reinem Alu-Getränkedosenschrott separieren – und führen sie der Wiederverwertung zu.

Mehrstufige Trennung im Recyclingprozess

Förderbänder bringen die zerkleinerten Schrotte zu der mehrstufigen Trennung der Werkstoffe.

Die sortierten Aluminiumschrotte durchlaufen im Anschluss einen Pyrolyseprozess, in dem organische Materialien einschließlich Lackanhaftung und Beschichtungen verschwelt werden. Die endlackten und zerkleinerten Dosen werden anschließend eingeschmolzen, zu neuen Walzbarren recycelt und in Neuss zu neuem Dosenblech gewalzt.


Gereinigt und entlackt kommen die Kleinteile mit einem Wirbel in den heißen Schmelzofen und werden zu flüssigem Rohstoff – für den nächsten Produktzyklus.     

Beim Schmelzen von recyceltem Aluminium gibt es keinen Qualitätsverlust und nur sehr geringe Mengenverluste. Dies ist viel effizienter als das Recycling von Kunststoff. Dieser wird oftmals zu minderwertigem Material „downgecycelt“ und findet sich nur noch in Kunststoff-Textilien.

Geschlossener Kreislauf: Was wird aus dem Aluminium?

Die meisten fertigen Produkte oder Halbzeuge aus Aluminium können Material für neue Dosen darstellen. Recyceltes Aluminium kann aber auch in anderen Produkten Anwendung finden, von Kaffeekapseln bis hin zu Automobilkomponenten und -blechen.

Theoretisch ist bereits möglich, Dosen aus nahezu 100 % Schrott aus Altprodukten herzustellen. Immer größer ist heutzutage auch das Angebot an verfügbaren Schrotten bereits genutzter Produkte – von den Offset-Druckplatten früherer Zeitungsausgaben bis hin zu Fahrrädern, Nummern- oder Verkehrsschildern und Karosserieteilen … oder eben Dosen.

Also übernehmen wir bei Speira Verantwortung dafür, den Materialkreislauf für Schrotte effizient zu schließen. Was das heißt? Es bedeutet, den Fluss von Recycling, anderen Metallquellen und der Produktion unserer neuen Aluminiumbänder und -bleche so wirksam wie sparsam zu planen: möglichst gering in Aufwand, Emissionen, Zwischenlagerung, möglichst zuverlässig für hochwertige Legierungen, denen wir beim Raffinieren in der Gießerei nur wenige andere Stoffmengen mehr beimischen müssen. Gerade gebrauchte Dosen enthalten zum Beispiel eine gewisse Dosis Magnesium, die wir dann genau abmischen und weiternutzen.

Wir von Speira betreiben in Neuss nicht nur unser Rheinwerk, sondern als 50%-Anteilseigner auch den direkten Nachbarn: das riesige Walzproduktewerk Alunorf. Gemeinsam tragen wir Sorge dafür, dass auch die Aluminiumschrotte, die aus unseren eigenen Industrieprozessen sowie aus der Verarbeitung unserer Kunden stammen, recycelt werden.

Recycling von Getränkedosen schont die Umwelt

Den „CO2-Fußabdruck“ der Dose machen wir also immer kleiner, je besser wir recyceln. In den letzten Jahren neu entwickelte ultraleichte Dosen wiegen etwa bei 330 ml Füllgröße nur 9,5 Gramm, sind von der Wandstärke dünner als ein menschliches Haar und senken den Metallgehalt um etwa 5 %. Das ist nicht viel? Würde man europaweit Standarddosen der gleichen Größe durch ultraleichte Varianten ersetzen, könnte das rund 19.000 Tonnen Aluminium pro Jahr einsparen – das entspricht dem Abfluggewicht von etwa 29 Passagierflugzeuge des Typs A380.

Auf globaler Ebene schätzt das International Aluminium Institute (IAI), dass bereits ein einziges Gramm Gewichtsreduzierung pro Dose über 200.000 Tonnen Material jährlich einsparen könnte. Hinzu kommt als zusätzlicher Vorteil eine Senkung von Treibstoffverbrauch und Transportemissionen.

Auch der geringere Durchmesser von Dosendeckeln spart Gewicht, mit einem insgesamt großen Effekt: Die neue Generation von Dosendeckeln enthält 10% weniger Material als Standarddeckel, stellt das IAI fest. Weitere strukturelle Optimierungen hängen ab von praktischen Fragen wie der Aufrechterhaltung von Festigkeit und Stapelbarkeit.

Die gesamte Wertschöpfungskette der Getränkedose achtet darauf, Emissionen zu mindern und Ressourceneffizienz zu erhöhen. Wichtig sind dazu die Rahmenbedingungen: Handlungsbedarf besteht noch, um die Öffentlichkeit einzubinden und das Sammeln gebrauchter Getränkedosen weiter zu erhöhen. Je mehr unsere Politik die Kreislaufwirtschaft gesetzlich verankert, umso besser sollte dies selbstverständlich werden, zumindest in Europa. Der hohe Schrottwert von Aluminiumdosen ist an sich schon ein großer wirtschaftlicher Anreiz. Auch in dieser Hinsicht gilt, dass wirklich jede Dose zählt.

Tag der Verpackung: Wie haben sich Verpackungen von Getränken entwickelt?

Wie haben sich Getränkeverpackungen in den letzten Jahren weiterentwickelt? Welche Verpackung (Gebinde) ist umweltfreundlicher geworden und welche ist schlechter als ihr Ruf? Wir haben die Veränderungen zusammengetragen:

Verpackung Getränke

Der Recyclingmeister…

…ist die Getränkedose. Vor 20 Jahren als „Umweltsünder“ verschrien, hat sich bei der Getränkedose viel getan. Durch die Einführung des Pfands massiv unter Druck geraten, wurden viele Innovationen angestoßen, die Dose weiterzuentwickeln. Das zeigt sich insbesondere am geringen Verpackungsverbrauch: Drei Prozent Verpackung stehen 97% Inhalt gegenüber. Die Wandstärke der Dose ist dünner als ein menschliches Haar. Dadurch ist die Dose auf langen Transportwegen kaum zu schlagen. Getränkedosen sind ein sehr leichtes (12,2g) und in vieler Hinsicht auch effizientes Gebinde. Nicht nur die Vorteile im Transport sondern auch die Eigenschaften als Kreislaufprodukt machen die Dose zu einer ökologisch sinnvollen Verpackung.

Die hohe Recyclingrate von 99,3% (für die Alu-Dose) führt zu einem fast geschlossenen Kreislauf. Das permanente Material ermöglicht, dass die Dose nahezu immer wieder verwendet werden kann und das ohne Qualitätsverlust. Bereits nach zehn Recyclingzyklen ist der Energieaufwand der Primärproduktion der Dose quasi amortisiert.

Heute ist die Dose Teil einer ökologischen Weiterentwicklung des gesamten Getränkemarktes.

Schwierig sind…

…individuelle Glasmehrwegflaschen. Innovationen im Bereich der Glasverpackungen bei Getränken gibt es vor allem im Design. Auf den Markt kommen immer neue Flaschentypen, die Standard-Perlflasche für Wasser oder Bierflasche gibt es immer seltener. Zwar bieten Individualflaschen aus Marketingsicht eine Chance, sich von Mitbewerbern zu unterscheiden. Für die Umwelt ist das aber eine schlechte Entwicklung. Denn die vielen unterschiedlichen Flaschentypen müssen oft über lange Wege zu dem Ursprungs- Abfüllern zurück, um dort gewaschen und wieder befüllt zu werden. Inzwischen liegt der Anteil der Individualflaschen bei knapp unter 50 Prozent – Tendenz weiter steigend.

Mehrweg bedeutet daher inzwischen also oft „mehr Weg“ – mit entsprechenden Konsequenzen für das Klima durch höheres Transportaufkommen, Emissionen und Energieeinsatz.

Positiver Trend bei…

…der PET-Flasche. PET-Flaschen gibt es sowohl als Einweg oder Mehrweg. Einweg und Mehrweg unterscheiden sich im Wesentlichen am Gewicht. Damit das Mehrweggebinde auf bis zu 25 Umläufe kommen kann, ist der Materialanteil höher, damit die Flasche stabiler ist. Trotzdem konnte auch hier das Gewicht reduziert werden. Und das wirkt sich, wie bei der Getränkedose, positiv auf verschiedene Faktoren aus:

– geringeres Transportgewicht

– weniger CO2-Emissionen

– geringer Materialverbrauch

– niedrigerer Energieeinsatz

Auch der Recyclinganteil steigt bei PET-Gebinden. Allerdings ist das erdölbasierte Plastik kein permanentes Material. Ein Recycling ist nicht beliebig oft möglich, da sich die Plastikfasern verkürzen. Zudem entstehen mit ca. 20% ebenfalls hohe Materialverluste im Recycling. Wenn’s also um Circularity geht, ist PET nicht so gut!

Einsatz nachwachsender Rohstoffe…

…bieten Getränkeverbundkartons (Tetra). Diese stellen ebenfalls ein leichtes für den Transport geeignetes Gebinde dar. Allerdings eignen sich Pflanzenfasern nur bedingt als Getränkeverpackung.

Mit jedem Recyclingzyklus werden die Fasern auch hier kürzer und finden im letzten Schritt als Toilettenpapier-Verwendung. Das Recycling von Getränkeverbundkartons ist weitaus aufwendiger als bei anderen Verpackungen, da sie oftmals aus Karton, Polyethylen und Aluminium bestehen. Das Aluminium bietet wie bei der Getränkedose den Schutz für empfindliche Getränke.  

Diese Bestandteile müssen im Recycling aufwendig voneinander getrennt werden. Der Energieaufwand für die Herstellung einer Tonne Papier ist der gleiche wie für eine Tonne Stahl.

Littering von Getränkedosen auf historischem Tief

Berlin Mauerpark. Foto: Julian Joost

Berlin. 11.05.2021. In Deutschland werden so viele Getränkedosen am Pfandautomaten abgegeben wie niemals zuvor. Der Anteil der Getränkedosen am achtlos in die Umwelt geworfenen Müll (Littering) sank dagegen nach einer neuen Untersuchung der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH im Jahr 2019 auf 0,03 Prozent.

Höchster Recyclingwert für eine Getränkeverpackung weltweit

Neben dem geringen Littering stieg gleichzeitig die Recyclingrate für Aluminium-Getränkedosen in Deutschland auf 99,3%, von Stahldosen auf 99.7%. Stephan Rösgen, Sprecher des Forum Getränkedose: „Dosen landen nicht in der Natur, sondern sind das Paradebeispiel für ein funktionierendes Kreislaufprodukt. Damit sind Getränkedosen der Recyclingmeister unter den Getränkeverpackungen.“

Anteil am Verpackungsmüll sinkt

Insgesamt fallen in Deutschland rund 267.000 Tonnen achtlos weggeschmissener oder liegengelassener Müll an. Das entspricht 3,21 Kilogramm pro Einwohner. Dosen haben an der Litteringmenge lediglich einen Anteil von 0,03 Prozent. Andere Verpackungen machen 20,6% am Litter aus (INFA, 2020). „Die Zahlen der GVM zeigen, dass über 4 Mrd. Milliarden Getränkedosen ihren Weg zurück in den Kreislauf finden“, so Stephan Rösgen.

Getränkedosen landen im Pfandautomaten

Mit 99,3 Prozent recycelter Aluminium-   und 99,7 Prozent bei Weißblech-Getränkedosen wird die Bestmarke des Kreislaufprodukts auch beim Recycling weiter ausgebaut. „Durch das Pfand haben wir ein funktionierendes Anreizsystem, das die Umwelt entlastet, indem Getränkedosen nicht liegen bleiben“, sagt Stephan Rösgen. Inzwischen – also dann mit dem neuen Verpackungs-Gesetz – unterliegen 100 Prozent aller Getränkedosen in Deutschland der Pfandpflicht.

„Die hohe Recyclingquote der Getränkedosen ermöglicht einen nahezu unendlichen Materialkreislauf, da sowohl Aluminium als auch Weißblech ohne Qualitätsverlust immer und immer wieder eingeschmolzen werden können“, so Rösgen.

Die Studie der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH wurde im Auftrag von ThyssenKrupp Rasselstein GmbH, DAVR GmbH und Forum Getränkedose GbR durchgeführt.

Über das Forum Getränkedose:

Die Getränkedose gehört zu Europa. In den starken Märkten hat sie eine starke Stimme – in Deutschland durch das Forum Getränkedose, stellvertretend für die Verpackungshersteller Ardagh Group, Ball Beverage Packaging Europe und Crown Holdings. Die Zielsetzung des Forum Getränkedose ist die Aufklärung, Förderung und die kommunikative Unterstützung der Getränkedose in Deutschland. Die europäische Dachorganisation ist Metal Packaging Europe.