Einweg mit Pfand

Aufgrund ihrer Kennzeichnung als Einweg mit Pfand werden Getränkedosen nach ihrem Gebrauch entweder über einen der rund 40.000 Pfandautomaten oder über den Handel und die angeschlossenen Zählzentren wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt. Ihre hohe Recyclingquote von 99,1 Prozent verdankt die Getränkedose zu 96 Prozent dem Pfandsystem und zu weiteren 3,1 Prozent der Systemsammlung und der Aufbereitung aus dem Restmüll. Im Vergleich zu anderen Einweg-Getränkeverpackungen haben Getränkedosen den Vorteil, dass sie für die Herstellung anderer hochwertiger Aluminiumprodukte genutzt werden und daher eine echte Kreislaufverpackung sind. Als permanent material sind Dosen nahezu unbegrenzt recycelbar. Das Einwegpfand auf Getränkedosen ist somit ein wichtiger Beitrag zum Schutz unseres Klimas und zur Schonung unserer Ressourcen.
Unbepfandete Dosen werden im gelben Sack oder in der gelben Tonne gesammelt und können auf diese Weise recycelt werden. Eine geplante Ausweitung des Einwegpfands auf alle Getränkedosen würde Klarheit für den Verbraucher schaffen und könnte die Recyclingquote der Dose noch weiter erhöhen. Selbst Dosen, die im Restmüll landen, können über die Restmüllsortierung aussortiert und recycelt werden. Sollten Dosen nichtsdestotrotz in der Verbrennungsanlage landen, können die Metalle immer noch aus der Verbrennungsasche wiedergewonnen und so verwertet werden. Bei modernen Verbrennungsanlagen liegt die Wiedergewinnungsquote von Aluminiumdosen zwischen 83 und 94 Prozent.1

[4] Quelle: Pruvost, F.: Aluminium packaging finds its way through incineration – Metal transfer ratios higher than expected, in: Aluminium 6/2013, S. 81-83.