Berlin, 17.06.2020. In Sachen Umweltfreundlichkeit verschiedener Getränkeverpackungen ist das Wissen bei vielen Verbrauchern in Deutschland gering. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Civey Meinungsforschungsumfrage unter 5.000 Befragten, beauftragt vom Gesamtverband der Aluminiumindustrie e. V. (GDA.). Danach kauft zwar die Hälfte aller Deutschen beispielsweise wieder Getränke in Dosen, das Wissen über die Getränkedose ist jedoch gering und die Verbraucher haben zahlreiche Vorurteile.

So glauben lediglich 42,4 Prozent der Verbraucher, dass Getränkedosen vollständig recycelbar sind. 7,3 Prozent der Befragten waren sogar überzeugt, dass Getränkedosen aus Aluminium oder Weißblech überhaupt nicht recycelt werden können.

Tatsächlich ist die Dose – im Gegensatz zu anderen Getränkeverpackungen – nahezu vollständig recycelbar und wieder und wieder ohne Qualitätsverlust einsetzbar – zum Beispiel für neue Getränkedosen oder als Bauteil eines Elektroautos. Seine wichtigste Eigenschaft, die exzellente Recycelbarkeit, ermöglicht einen geschlossenen Werkstoffkreislauf und macht Aluminium in Zeiten von zunehmender Entsorgungsproblematik von Verpackungsmüll zu einem idealen Werkstoff für eine Kreislaufwirtschaft. In Deutschland werden inzwischen 99 Prozent aller Getränkedosen recycelt. Die Rücklaufquote durch das Pfand ist so hoch wie in keinem anderen Land der Welt.

„Die Umfrage zeigt eindrücklich, dass das Image der Getränkedose auf Unwissenheit und Vorurteilen beruht. Mit der Recyclingquote von 99 Prozent ist Deutschland Spitzenreiter in der Welt“, so Jörg Schäfer, Leiter Nachhaltigkeit beim GDA. Zudem habe sich die Dose und die Aluminiumindustrie insgesamt in allen Bereichen deutlich verbessert – Material, Wasser und Energieeinsatz. Bei Anwendung der passenden Recyclingtechnologie sind bereits heute hohe Recyclinganteile für die Herstellung der Aluminium-Getränkedosen möglich. „Die europäische Aluminium-Branche hat z. B. seit 1990 bei der primären Herstellung ihren gesamten direkten CO2-Außstoß auf 55 Prozent pro Tonne verringert.“

Eine vom GDA in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass die Verpackung bei den Verbrauchern die größte Rolle spielt, wenn es um die Beurteilung der Umweltfreundlichkeit eines Getränkes geht (51,4 Prozent). Transport und Inhalt waren hinsichtlich der Bewertung, ob ein Getränk umweltfreundlich ist, für die Befragten deutlich weniger wichtig. Auch das ist ein großer Irrtum. Der ökologische Fußabdruck einer Verpackung ist nach Daten des Deutschen Verpackungsinstituts im Durchschnitt zehn Mal geringer als der des verpackten Produkts. Verdirbt die Ware oder nimmt Schaden, weil an der Verpackung gespart wird, ist der ökologische Schaden höher.

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